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Regelmässig schmerzhaft – Guess what woke me up AGAIN

Es ist vier Uhr nachts. Ich werde durch ziehende Schmerzen im Unterleib wach und habe das Gefühl, dass ein tiefes Loch versucht mich in einen Strudel hinunter zu ziehen. Die Schmerzen sind unerträglich und ich kann nicht wieder einschlafen. Mein Kopf pocht und eine rote Nachrichtenwelle überschwappt mein ganzes Ich……….

Jetzt liege ich wach. Die erste Träne kullert über meine Wange. Es tut so weh. Die Schmerzen ziehen in den Rücken und meine Beine. Ich kann nicht aufstehen. Wohin soll ich auch gehen? Zum Medikamentenschrank? Seit mehr als zehn Jahren weiß ich: mir helfen keine Schmerzmittel. In die Küche? Wärmflasche? Schokolade? Tee? Hilft nicht, alles schon versucht. Licht an, lesen? Ich kann nicht, es tut zu weh. Ich krümmel mich zusammen und beweine mich. Das ist immer so.

Einmal im Monat habe ich so eine Nacht. Der Tag danach ist mässig. Ich bin müde und schlecht gelaunt. Fange bei jeder Kleinigkeit an zu weinen, habe immer noch Schmerzen und ärgere mich über meinen Körper. Ich möchte den ganzen Tag im Bett liegen und die Welt vor mir schützen. Das geht aber nicht, weil ich funktionieren muss und arbeiten muss und freundlich sein muss. Und weil ich stark sein will und meine Schmerzen nicht zeigen mag. Aber das schaff ich nicht. Mein Rücken tut weh, der Bauch wird immer schwerer und droht in dem Loch zu versinken. Mir ist schwindelig.

Ich wünschte ich könnte mir Ruhe gönnen. Vielleicht doch Schokolade oder Kuchen essen. Aber alles würde mich immer nur an das eine erinnern:

Ich muss zur Arbeit. Würg. Leider hab ich bisher noch kein Hemd und Anzughose gefunden, die auch an diesen Tagen bequem sind. Ob ich im Joggingsanzug in die Arbeit gehen kann? Wirklich froh bin ich mittlerweile, dass ich mich wenigstens von Binden oder Tampons verabschiedet habe und einen Teil der Selbstbestimmung durch den Moon Cup wieder erlangt hab. Der ist echt klasse. Kann ich euch nur empfehlen.

Vor zwei Jahren äußerte meine Frauenärztin den Verdacht auf Endometriose. Einige der Symptome trafen auf mich zu und ich entschloß mich zur Operation, in der Hoffnung,dass ich von diesen grauenhaften Schmerzen befreit werde. Nach der OP erklärt mir der behandelnde Arzt, dass er nichts gefunden habe und es im Grund nur zwei Möglichkeiten gäbe, diese Drecksschmerzen los zu werden:

  1. hormonelle Verhütung
  2. Schwangerschaft

Zur hormonellen Verhütung lese ich folgendes:

Risiken und Vorteile hormoneller Verhütung

Hormonpräparate sind hochwirksame Arzneimittel und deshalb verschreibungspflichtig. Wenn Sie hormonell verhüten wollen, müssen Sie vor der ersten Einnahme unbedingt einen Frauenarzt oder eine Frauenärztin aufsuchen, um Risikofaktoren und mögliche Nebenwirkungen abzuschätzen. Abhängig von Ihrer persönlichen Situation können bestimmte Präparate geeignet sein oder auch nicht in Frage kommen.

Die Pille greift tief in den Hormonhaushalt und damit in den gesamten Stoffwechsel ein. Aufgrund der heute recht niedrigen Hormondosierungen sind manche Präparate auch für junge Frauen geeignet, die noch im Wachstum sind, aber gerade eine besonders sichere Verhütung brauchen.

Trotz der meist geringen Nebenwirkungen, bleibt die Pille ein sehr wirkungsvolles Medikament mit möglichen Risiken:

Thrombosen:
Die Östrogene in der Pille verkürzen die Gerinnungszeit des Blutes und machen es dickflüssiger. So kann es zu Verstopfungen in Blutgefäßen kommen (Thrombose), die sich im schlimmsten Fall lösen und zu einer Embolie führen können. Dieses Risiko besteht auch bei den niedrigdosierten “Mikropillen”. Eine Frau, in deren Familie vermehrt Thromboseerkrankungen aufgetreten sind, sollte u. U. besser eine alternative Verhütungsmethode wählen. Besonders gefährdet sind außerdem Raucherinnen, stark übergewichtige Frauen und Frauen, kurz nach der Entbindung.

Kopfschmerzen:
Durch das schlagartige Absinken des Östrogengehalts im Blut nach 21 bzw. 22 Tagen Pilleneinnahme kann es zu so genannten Entzugskopfschmerzen kommen. Hier hilft häufig die Umstellung auf Gestagenpillen.

Zwischenblutungen:
Die niedrig dosierten Mikropillen verursachen oft ungefährliche Zwischenblutungen. Eine höher dosierte Pille wirkt dem meist entgegen.

Brustkrebs:
Die Pille selbst löst nach aktuellen Erkenntnissen keinen Krebs aus. Dennoch sollten sich vor allem Frauen mit Brustkrebs ausführlich beraten lassen, ob für sie nicht eine andere Verhütung günstiger ist.

Bei folgenden Risikofaktoren sollten Sie mit einem Arzt oder einer Ärztin über Verhütungsalternativen sprechen:

  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • starkes Übergewicht
  • Diabetes mellitus
  • Neigung zu Krampfadern und Thrombosen
  • Embolien oder Schlaganfall
  • Lebererkrankungen oder Gallensteine
  • Migräne oder Epilepsie

Wechselwirkungen
Wenn Sie gleichzeitig Antibiotika, Anti-Pilzmittel oder Schmerz- und Beruhigungsmittel einnehmen, kann das die Wirksamkeit der Pille herabsetzen. Das gilt ebenso für die Einnahme von Psychopharmaka, Mitteln gegen Migräne und Bluthochdruck, Epilepsie und Allergien.

Durch Erbrechen kurz nach der Pilleneinnahme oder Durchfall werden die Hormone vorzeitig ausgeschieden. In diesem Fall muss zusätzlich eine Pille eingenommen werden.

Seltene Nebenwirkungen sind Lustlosigkeit, Reizbarkeit, Gewichtszunahme durch verstärkten Appetit, Übelkeit, Brustspannen und Scheideninfektionen. Falls diese Beschwerden auch bei niedrig dosierten Pillen auftreten, können auch seelische Belastungen die Ursache sein.

Vorteile
Andererseits können sich durch die Pille auch manche hormonbedingte Beschwerden bessern: Myome schrumpfen und Zysten der Eierstöcke oder eine Endometriose können sich zurückbilden. Auch Blutungsstörungen und Zwischenblutungen können verschwinden sowie Periodenschmerzen schwächer werden.

Durch antiandrogene Wirkstoffe (Cyproteronacetat) in manchen Pillen wird die Wirkung überschüssiger männlicher Hormone blockiert. So kann sich bei hormoneller Verhütung auch eine Akne bessern oder “männlicher” Haarwuchs vermindern.

Tja, und zum Thema Schwangerschaft fiel mir damals eigentlich nur das hier ein:

So weit so schlecht. Damals hatte ich eine tolle Gesundheitspflegerin. Die hat mir Luna Yoga empfohlen. Und mir dazu das Buch “Die bewegte Frau” von Adelheid Ohling geliehen. Das hat ein bisschen geholfen. Gut taten auch einige Shiatsu Sitzungen.

Aber irgentwie hilft alles nicht so richtig. Ich hab das Gefühl ich hab alles versucht und hoffe einfach, dass diese Tage immer erst am Wochenende kommen, so habe ich bei der Arbeit keinen Krankenstand zu melden.

Verdammt noch mal, warum zieht das so fies durch den ganzen Körper? Puh. Ob ich mich doch für die Pille entscheide? Wohl ist mir dabei nicht….

Als ich eben ein bisschen bei einer Freundin über den Facebookchat übr mein Leid gequengelt habe, konnte mir diese folgenden Rat geben:

Nach der Schwangerschaft wirds besser

Lol. Yes, that’s what they keep telling me.

Aber ihr bester Tipp war:

Vielleicht solltst du mehr masturbieren, das entspannt ungemein.

Und das meine lieben, klingt nach dem perfekten Ratschlag in jedem Fall. Ich will mich nicht mehr darüber ärgern, dass ich so wenig über meinen Körper weiß und mich nicht auskenne etc. Ich will nicht in Selbstmitleid untergehen, sondern brauche jetzt etwas was mir gut tut…….Also schlüpfe ich jetzt raus aus dem Jogginganzug und mache es mir in meiner Badewanne gemütlich.

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34 Comments on “Regelmässig schmerzhaft – Guess what woke me up AGAIN”

  1. Haaaa so ein unterschätzer Tipp!
    Danke fürs Zeigen!

    Ich rate das immer als Erstes und die Reaktionen sind, als hätte ich ein Baby vorgeschlagen… traurig!

  2. […] Menstruationsschmerzen und den Umgang mit diesen könnt ihr auf Mein Körper ist_ […]

  3. nudlez66 says:

    Heyhey
    ich bin nach langen Jahren mit (Mini-)Pille seit fast einem Monat pillefrei! Würde mir das wirklich sehr gut überlegen, die Nebenwirkungen sind nicht ohne. Da ich nach Jahren (fast) ohne Blutungen jetzt wieder menstruiere habe ich mir das Buch von Caroline Oblasser “Regelschmerz ade! Die freie Menstruation: Methode ohne Binden, Tampons und Co.” gekauft. Ich muss sagen, dass ich bisher gute Erfahrungen mit der freien Menstruation gemacht habe. Hier eine Zusammenfassung:
    http://trainyabrain-blog.com/2011/12/menstruationsbeschwerden-lindern/
    Und sorry falls du das schon kennst…

    • Hallo! Ja, das mit der Pille ist für mich tatsächlich eigentlich keine Option. Das ist mir zu gruselig. Wobei ich jede Frau verstehen kann, die sich doch für die Pille entscheidet. Ich glaub aber einfach, dass das so miese Langzeitnebenwirkungen hat. Und tatsächlich kannte ich deine Empfehlung noch nicht – Danke! Was ich im Post vergessen hatte, ich hab auch alle möglichen Schüsslersalz ausprobiert, hat auch nur mässig geholfen.
      Beste Grüße und dank fürs Teilen deiner Erfahrung!

      Di Hia

  4. Hmmmm, welche Schmerzmittel hast du denn versucht? Bei mir war es so, dass die üblichen (Paracetamol, Aspirin, etc) völlig wirkungslos waren, Buscopan aber Wunder wirkt.
    Wenn das nicht bei dir wirkt habe ich abgesehen von dem was du schon genannt hast auch nichts grandioses mehr auf Lager. Autogenes Training vielleicht? Imaginationsübungen? Hilft bei mir null aber andere schwören drauf.
    Das mit dem Baby… himmel, allein das zu sagen ist schon dermaßen bescheuert. Ich stelle mir da wirklich eine Mutter vor, die ihrem Kind erklärt: “Ob du ein Wunschkind warst? Ja also irgendwie schon. Weißt du, die Mutti hatte immer gaaanz schlimme Regelschmerzen…… und da dachte sie sich halt, dass es ne gute Idee wäre, dich aus ihrer Mumu zu pressen. Jetzt hab ich zwar dich für die nächsten Jahre an der Backe aber wenigstens sind die Regelschmerzen weniger geworden. Yay!!”

    • lol. harte vorstellung hm?

      ich fands damals halt auch sehr übergriffig weil der typ mir das echt so krass gesagt hat: hm sie sind doch im besten alter und haben einen freund, da spricht doch nichts gegen eine schwangerschaft,wenn die schmerzen echt so schlimm sind.
      also das hat mich echt schockiert damals.
      die namen der medikamente die ich in den letzten jahren versucht hab weiß ich gar nciht mehr alle…ich lebe auch mittlerweile gar nicht mehr im deutschsprachigen raum und hab daher eh die medikamentennamen nicht klar. aber eben diese standard schmerzmittel plus halt extra entkrampfende gegen regelschmerz, das waren so die dinge…..

      autogenes training hab ich ncoh nicht versucht. grad frag ich mich ob akupunktur helfen könnte?
      jedenfalls:
      danke, fürs sharen! Di Hia

  5. Robin Urban says:

    Was du über die Pille schreibst, ist interessant. Ich habe mich nach vielen Jahren regelmäßiger Einnahme (Himmel, das sind jetzt auch schon 10 Jahre oder mehr o.O) letzten Monat dazu entschlossen, sie jetzt abzusetzen, weil mir immer mehr Nebenwirkungen bekannt geworden sind und ich außerdem ein erhöhtes Thromboserisiko habe.

    Angst hatte ich nur vor den Menstruationsschmerzen, denn die sind mit Pille tatsächlich weniger geworden (bzw. waren kaum noch wahrnehmbar). Als junges Mädchen vor der Pille waren das regelmäßig furchtbare Schmerzen.

    Tja, nachdem ich endlich meine ersehnte Menstruation bekommen habe (nach einigen Monaten ohne, “Dank” neuem Präparat) wars schon nicht schön, aber viel weniger schlimm, als ich es in Erinnerung hatte. Mir helfen Schmerzmittel glücklicherweise… hätten sie vielleicht damals schon, aber meine Mutter war geradezu manisch gegen Schmerzmittel. Ich seh das ein bisschen entspannter… ein Ibu hier und dort wird mich schon nicht umbringen.

    Früher war die Methode der Wahl die heiße Bettflasche. Einmal, als die Schmerzen besonders schlimm waren, habe ich mir sogar Verbrennungen am Bauch zugezogen, die Narben (von den Blasen) konnte man jahrelang sehen. Das einzige, was mir damals aber wirklich geholfen hat, war ein Gang in die heiße Badewanne, wobei das auch nicht so ideal ist je nach Zeitpunkt. Sich nach einer schlaflosen Nacht müde und fertig in die Badewanne zu legen, lässt zumindest bei mir so richtig den Kreislauf abkacken…

    Masturbation oder Sex (wenn der Partner mitspielt, wollen leider nicht alle) hilft tatsächlich, wobei es mit Schmerzen oft nicht so einfach ist, in die richtige Stimmung zu kommen.

    • Danke für deinen Beitrag! Ich hab nach der Pille mal den Nuva Ring genommen, der war auch ganz gut. Nur hab ich da ungefähr ALLLE Nebenwirkungen gehabt. Im nach hinein finde ich es auch krass, wie jung ich war als ich mit diesen Hormonen anfing. Ich glaub mit 15 oder 16. Jetzt bin ich 27 und froh, das mein Körper entgiftet ist. Halbswegs.

      Ich freue mich, dass hier so viele Solidarität zeigen und ihre Erfahrungen teilen!

      • Robin Urban says:

        Ich war auch 16, als ich die Pille bekam und hab sie seitdem genommen… mit nur einer Unterbrechung von einem Jahr oder so. Jetzt bin ich 28! Nein, das kann unmöglich gesund sein. So schön die Sicherheit auch ist, die einem die Pille gewährleistet…

        Ich habe meine erste Menstruation nach der Umstellung auf eine andere Pille, die mir diese komplett “ersparte”, und die ich letztendlich vor kurzem eben wieder abgesetzt habe, jedenfalls frenetisch gefeiert ^^ Es ist schon schlimm genug, dem Körper Hormone zuzuführen, aber gar keine Menstruation mehr zu haben… ich glaube, mein Frauenarzt war sehr überrascht, dass ich darauf nicht so glücklich reagiert habe, wie er sich das wohl vorgestellt hat. Es IST oft genug nervig, aber meine Menstruation gehört nun mal zu mir!

  6. Jolene_gluecklichohnekinder says:

    Naja, ob hormonelle Verhütung solche Folgen hat… wie gesagt, klar, es KANN passieren, muss aber nicht. Ich nehme seit exakt zehn Jahren die Pille und seitdem sind die Tage in punkto Schmerzen und Intensität (z.B. Blutmenge) stark reduziert.
    Aber andererseits verstehe ich auch jede, die dies für sich ablehnt.
    (Ich werde die Pille noch so lange nehmen, bis ich es geschafft habe, mich sterilisieren zu lassen!)

    Und was Schwangerschaft angeht, ein Heilmittel gegen Endometriose ist dies ganz bestimmt nicht. Zwar hat frau erstmal neun Monate Ruhe, aber danach gehts dann umso schlimmer wieder weiter. Habe ich jedenfalls gehört, dass die Hormonumstellung während der Schwangerschaft die Endometriose noch schlimmer machen soll (genau weiß ich es aber auch nicht)

    • ui, schwangerschaft könnte das verschlimmern? also bei mir haben die ja nichts gefunden und meinten eben dass die regelschmerzen nach einer schwangerschaft weniger werden, nicht eine evtl. endometriose. ich glaube aber wirklich das hormonelle verhütung mit vorsicht zu genießen ist. 10 jahre ist doch schon eine lange zeit für deinen körper, oder? es freut mich aber, dass du eine weg für dich gefunden hast. was sind denn die hindernisse in richtung sterilisation?
      danke in jedem fall auch an dich, für das sharen hier! Di Hia

  7. brigitte says:

    hallo, wenn du hormonelle verhütungsmittel gänzlich nicht anwenden willst, ist das vermutlich kein guter tipp, aber ich kann nur erzählen, dass mir die hormonspirale sehr gut geholfen hat. ich hatte auch extrem starke schmerzen mit verdacht auf endometriose, ich bin regelmäßig zusammengebrochen. ich habe alles mögliche alternativmedizinische versucht (um von den verdammten schmerzmitteln wegzukommen) und nichts hat geholfen. nachdem ich mal die pille genommen und sie nicht vertragen hatte, war ich der hormonspirale gegenüber sehr skeptisch, aber irgendwann habe ich es als letzten ausweg gesehen. jetzt lebe ich endlich (fast) schmerzfrei und mir gefällt es sehr, nicht mehr zu bluten, muss ich sagen.

    • ohje, brigitte das klingt ja schlimm! schön, dass du für dich eine lösung gefunden hast! ich glaub für mich wärs nichts aber vielleicht hilft dein tipp ja anderen leserinnnen, also danke, dass du hier mit uns deine erfahrung teilst! Di Hia

  8. mme says:

    hej, ich hab mit Akupunktur ziehmlich gute und nachhaltige Erfahrungen gemacht, meine Ärztin hat mir auch immer wieder gezeigt, welche Punkte ich selbst mittels Akkupressur stimulieren kann, wenns grade akut ist, mir hat das deutlich besser geholfen als Schmerzmittel, die so gut wie nix gebracht haben und Hormonkrams der halt echt viele Nebenwirkungen hat. Finanzierung ist aber leider nicht immer einfach, was Akupunktur betrifft, ich hatte zum Glück ne Kasse, die das übernimmt. Also ich kann dir nur empfehlen, das mal auszuprobieren, für mich wars total gut, ich war davor immer 3-4 Tage ziehmlich out of order…
    Und das mit der Schwangerschaft ist mir auch schon passiert, das mir das von einer Gynäkologin nahegelegt wurde, die mich auch weiter genervt hat, nachdem ich bereits sagte, dass ich keine Kinder möchte, das war total krass. Nachdem sie dann zum 3. Mal dasselbe sagen wollte, hab ich ihr gesagt, dass ich ihr Verhalten unmöglich finde und bin gegangen, ich war echt entsetzt…
    Und danke für den Text, voll gut, sich darüber auszutauschen 🙂

  9. Ti says:

    Die meisten ÄrztInnen sind leider ohne jedes Mitgefühl für Frauen und ihre Schmerzen; scheint sozial antrainiert zu sein, da nicht geschlechterspezifisch. Such eine Gynäkologie-Praxis, die Dir Metamizol verschreibt, und Deine Probleme sind vorbei: NSAID nur für 24 h per Monat. Hat mein Leben drastisch verbessert. Nichts anderes hilft.

  10. Arrow says:

    Hellow,
    Vielen Dank für den Beitrag. Ich dachte immer, dass ich alleine damit bin. Oft muss ich mir am ersten Tag frei nehmen, weil ich vor Schmerzen und Übelkeit nicht arbeiten kann. Als Jugendliche habe ich regelmäßig 4-5 Schmerztabletten auf einmal genommen, damit ich es überhaupt ausgehalten habe und die Schmerzen weniger wurden.
    Meine Ex meinte, ich sollte mir die Eierstöcke doch rausnehmen lassen, dann hätte ich das Problem nicht mehr!!!!!!!!!! Was ich natürlich nicht machen werde; auch weil ich gerne Nanomenschen haben möchte.
    Meine FA hat bei mir auch mal das Thema “Endometriose” angesprochen und mir ein Homöopathisches Mittel empfohlen (weiß nicht mehr, wie es heißt), aber es waren so Magnesiumkügelchen, die ich über einen längeren Zeitraum jeden tag genommen habe. Damit sind die Schmerzen sehr viel weniger geworden. Leider gibt es da nur auf Rezept, aber ich werde es mir wieder verschreiben lassen.
    Ich habe auch noch Yoga Übungen und Wechselduschen. Den Unterleib massieren hilft auch.
    Was ich jetzt mal ausprobieren will, ist eine gluten- und laktosefreie Ernährungsweise. Und mehr frischen Ingwertee mit Honig oder Zucker trinken (http://healthmad.com/women/a-natural-way-to-relieve-menstrual-cramps/)
    Ich möchte gerne weg von den Schmerzmedikamenten und auch so ne hormonelle Behandlung mit Pille möchte ich nicht machen.

    • Danke für deine Gedanken! Ich lebe vegan aber da hab ich jetzt noch keine Veränderung bei den Schmerzen bemerkt. Aber klar, mach das auf jeden Fall! Tierfreie Ernährung ist sicherlich aus mehreren gründen gut!
      Gluten….hmmm ja da hab ich auch schon oft gehört, dass uns das nich so gut tut. Mach ich mich noch mal schlau!!!!!
      Teste mal Ingertee mit Agavendicksaft 🙂 Di Hia

  11. ella says:

    Masturbieren ist sicher für viele ein guter Tip, bei mir löst das nur noch mehr Krämpfe aus! Mir hilft Sport ganz gut, Sachen die die Bauchmuskeln anspannen, Liegestützen oder Sit-ups, aber nur, solange es noch nicht so stark ist.

    Schmerzmittel sind auch so ein ätzendes Thema. Es gibt manche, die helfen, Paracetamol ein wenig, Ibuprofen ganz OK, der Rest gar nicht, und dann erst wieder Codein/Tramal/Tilidin, die man nie verschrieben bekommt. Meine Lösung ist, aus meinem Bekanntenkreis alle diese “guten” Schmerzmittel zu erbetteln und den Rest mit Ibuprofen zu lösen!

    Meine Schmerzen sind so stark, dass ich ohne Schmerzmittel… ich weiß gar nicht, was ich ohne Schmerzmittel machen würde. Taxi zum Krankenhaus und mir Schmerzmittel geben lassen? Wenn ich mal zu spät dran denke, sie zu nehmen, und 20 Minuten warten muss, bis sie wirken, kann ich in der Zeit nur nach Luft japsen und heulen. Ich kann auch mit Schmerzmittel nicht länger als wenige Minuten stehen oder gehen! Das geht dann 3 Tage so.

    Übrigens habe ich gar nichts, mein Körper ist komplett gesund. Ich habe nur Schmerzen und niemand weiß warum, und solang niemand weiß warum, bekomme ich keine richtigen Schmerzmittel. Wie ein aufgehangenes Computerprogramm. Total bescheuert!

  12. ka says:

    Ich habe früher, vor meiner Pillenzeit (Nebenwirkungen hab ich nicht, rauche, bewege mich zu wenig-lasse aber kontrollieren) viel Scharfgabentee getrunken, meine wärmflaschen um bauch&rücken gebunden und so ein extrem ekelhaftes gesöff aus dem reformhaus getrunken( hat sogar geholfen, sonst hätt ich das nicht nochmal getrunken)-kann mich aber an den namen nicht erinnern..

  13. Tessa says:

    DANKE du hast so genau auf den Punkt gebracht, was mich und viele viele andere Menschen jeden Monat genauso heimsucht. Es ist widerwärtig. Hab mir mehrfach mit der Wärmflasche die Haut quasi verbrannt, weil es nicht warm genug sein konnte.
    Mir hilft dann eigentlich nur noch Dolormin extra und leiden, wobei ich genau aus dem Grund jetzt wieder, nach über 4 Jahren ohne, zur Pille gegriffen habe, in der Hoffnung, dass es hilft. Manchmal denke ich mir, naja für zwei Tage im Monat… aber in diesen ist es einfach so unglaublich schlimm.

    In diesem Sinne. Ich leide mit dir und hoffe, dass du einen Weg findest der hilft.

  14. Utopia says:

    Ich habe zwar keine Ratschläge, aber dafür Mitgefühl.

    Immerhin: Bei mir kommen die Schmerzen nicht unbedingt monatlich, aber das Rätselraten, wann wohl die nächste Menstruation einsetzt (drei Wochen? fünf Wochen? acht Wochen? mehr? weniger?) ist auch nicht sonderlich lustig. Und wenn ich dann mal die erste Blutung nach zwei Monaten kommt, sind natürlich auch die Schmerzen intensiver als nach nur drei Wochen…

    Das einzige, was bei mir hilft, sind Schmerzmittel. Scharfgabentee, Wärme und Magnesiumtabletten sind nett, aber ohne die Chemiekeule bin ich mindestens einen Tag lang zu nichts zu gebrauchen.

    Besonders großartig ist es, wenn die Krämpfe anfangen in die Oberschenkel abzustrahlen. (Geht das auch jemand anderem so?) Jubel und Frohlocken.

    Das heißt, eins hilft bei mir halbwegs verlässlich an Tagen, an denen die Schmerzen einigermaßen erträglich sind: Spazierengehen. (Die Bauchregion möglichst warm einpacken dabei, aber das brauche ich wohl keinem zu sagen.)

    Danke für diesen Post! Manchmal hilft es schon zu sehen, dass man nicht alleine ist. 🙂

    • Danke für deinen Beitrag! Oh ja, das austrahlen im Oberschenkel…..miese scheiße! Ich glaub ich schau noch mal mehr auf meinen Magnesium Haushalt…..vielleicht lindert das ja noch…. Durchhalten:-) Di Hia

  15. Tordis says:

    Boah, das muss echt übel sein!
    Eine Bekannte von mir hatte das früher auch, dann hat sie ihren (latenten) Eisenmangel und B12-Mangel bekämpft (ironwiki.org) und komischerweise wurde dadurch auch die Blutung schwächer und die Schmerzen geringer.
    Eine Freundin von mir studiert Kultur&Sozialanthropologie und hat mir erzählt, dass Frauen in Naturvölkern eine sehr schwache Mens haben und auch nur so 1-2 Tage. Wenn diese Frauen einen westlichen Lebensstil und vor allem die westliche Ernährung annehmen, wird auch die Menstruation viel stärker.
    Ich merk das bei mir selber: Wenn ich sauviel Zucker esse, dann merk ich richtig, wie sich mein Körper dagegen wehrt: ich schwitze und blute wie verrückt (und durstig bin ich auch enorm). Nie sonst hab ich eine dermaßen starke Mens wie zu Weihnachten und zu Ostern… Da kann ich mir echt vorstellen, dass es stimmt, dass der Körper auch über die Gebärmutter entgiftet.

    Das mit der Schwangerschaft ist ja mal ein Blödsinn. In meiner Umgebung haben fast alle Frauen nach einer Geburt mind. 1 Jahr lang mit übermäßig starker Mens zu kämpfen.
    Deswegen hab ich dieses Argument noch nie gehört.

    Die Pille hab ich selber übrigens gar nicht vertragen. Depressionen, Libidoverlust und Neurodermitis. Die Probleme kamen schleichend und daher hab ich sie nicht sofort ursächlich in Zusammenhang bringen können. Als ich die Pille abgesetzt hab, war es als hätte sich ein Schleier gelüftet, die Welt war auf einmal viel intensiver und bunter. (Ja, echt, ich hab plötzlich viel mehr Farbnuancen wahrnehmen können! Schräg, oder?)

    • Danke für deinen Beitrag! Das mit dem B12 schau ich mir noch mal an. Als Veganerin nehm ich da zwar Zusätze…aber mal schauen.

      Für deine Freundin hätt ich einen Lesetipp was die Nutzung des Wortes “Naturvölker” angeht:
      Die bpb hat da mal was ganz gutes zu veröffentlicht, von Susan Arndt:

      “Im Kontrast zu dieser Konstruktion von Afrika als “Natur” und Schwarzen als “Bindeglied zwischen Mensch und Tier” wird Europa als “Kultur” konstruiert. Dabei wird Europa nicht nur als überlegener Gegenpol dargestellt, sondern als “Norm” gesetzt. Das vollzieht sich in einem eher impliziten Verfahren. Wenn zum Beispiel “Naturvölker” im Gegensatz zu “Völkern”, “Naturreligionen” zu Religionen und “Buschmänner” zu Männern bzw. Menschen stehen, wird ein spezifizierender Unterbegriff einem generischen Oberbegriff gegenübergestellt. Dieses Prinzip, das sich beispielsweise auch im aktuellen Begriff “Bananenrepublik” findet, weist darauf hin, dass sich koloniale Benennungen auch über eine Strategie der Asymmetrie vollziehen; d.h. in der Regel wird das, was aus Weißer westlicher Sicht als abweichend und “anders” konstruiert wurde, benannt, während die vermeintliche Normalität Weißer Kulturen nicht weiter spezifiziert, sondern durch den Oberbegriff bezeichnet wird. Dadurch vollzieht sich die Normsetzung unsichtbar und ist somit schwieriger zu hinterfragen, als wenn sie explizit gemacht werden würde. ”

      http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/afrikanische-diaspora/59407/afrikaterminologie?p=all

      Jedenfalls danke für die Tipps, ich schau mal ob ich da doch noch n bissen Lidnerung zumindest schaffe! Di Hia

    • brigitte says:

      ich wollte noch anmerken: bei der menstruation wird die gebärmutterschleimhaut abgestoßen. für das “entgiften” sind leber und nieren zuständig. dinge wie “entschlacken” sind eher mythen, mit denen viel geld verdient wird…

  16. Manu says:

    Mir wurde letztens der sog. “Seed Cycle” empfohlen: http://www.dr-kristy.com/balancing-hormones-with-seed-clycling/ Die Einnahme von bestimmten ölhaltigen Samen je nach Zeitpunkt im Zyklus. Hab erst vor kurzem damit begonnen und kann noch keine Erfahrungen berichten – aber vielleicht magst du dir das mal ansehen.

    Bei mir war’s übrigens auch so, dass sich ein Teil meiner Beschwerden – vor allem die psychischer Art – gebessert haben, nachdem ich mich um eine ausreichende und regelmäßige B12-Zufuhr gekümmert habe (bin auch Veganerin).

    Wie meinst du das eigentlich mit der Selbstbestimmung durch den MoonCup? Ich finde, dass man zumindest was Nachjustieren/Ausleeren angeht, noch viel mehr an hygienische Bedingungen gebunden ist, als das bei Tampons/Binden der Fall ist. Ich hab den Cup oft nicht sofort so hinbekommen, dass er dicht war – das auf der Bürotoilette (unisex, Waschbecken im nicht verschließbaren Vorraum) zu richten, war kaum möglich. Hab’s dann leider aufgegeben. Würd ihm aber gern noch eine Chance geben. Hast du da vielleicht irgendwelche Tipps?

  17. […] Gewalt | _mein eigenes Schlachtfeld | _mir lieb | _mein Werkzeug | _meine Spielwiese | _ _ _ Regelmässig schmerzhaft – Guess what woke me up AGAIN […]

  18. Lu says:

    Hallo, dankeschön für den Artikel!
    Mir ergeht es zum Glück nicht ganz so schlimm. Manchmal geht´s mir auch richtig gut und ich brauch gar kein Ibuprofen, ich kann leider kein System erkennen. Und manchmal würd ich gern mehr Ibuprofen nehmen als erlaubt ist. 😦
    Das einzige wo ich wirklich gemerkt habe daß es mir hilft war Krafttraining, ich hatte das eigentlich wegen meines Rückens angefangen, habe aber gemerkt, daß ich auf einmal viel weniger Schmerzen während meiner Menstruation hatte.

    Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich schlimm, wie viele Frauen so schlimme Schmerzen haben und wie wenig erforscht das zu sein scheint…
    Ich habe vor kurzem mit der Menstruationstasse angefangen und kann sie nur empfehlen, fühle mich damit viel wohler und blute definitiv weniger. Musste sie deswegen auch noch nicht unterwegs wechseln, das stell ich mir auch ein bißchen umständlich vor. (Aber am Anfang dachte ich es ging gar nicht. Mit der weicheren Meluna Soft hatte ich aber schnell den Dreh raus und jetzt bin ich ganz glücklich mit meiner normalen Meluna.)


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