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Re:Gender-Liste, Mutvilla, Queere Hochschultage

Ich hatte mich für einige Tage aus dem Netz zurück gezogen. Ich habe gemerkt wie ich Abstand brauche. Habe versucht mich von Facebook fern zu halten und einfach nur auf mich und meine Energie auf zu passen. Ich bin nämlich müde.

Ich versuche, wie viele ander WoC auch, jeden Tag neue Über_lebensstrategien zu testen, manifestieren, erproben, die mich in dieser weißen Dominanzgesell_innenschaft retten und schützen. Ok. Ich gebs zu: ich lebe momentan gar nicht mehr in Deutschland und muss mir vieles von dem Kram nicht mehr ständig geben. Wir wissen aber: Solidarität hört nicht mit einem Ortswechsel auf UND Rassismen machen vor dem www nicht halt.

Es gibt nur ein Forum, dass ich in den letzten Tagen verfolgt habe, dort hab ich auch das Desaster der qht mitbekommen. Habe alles gelesen und an meine Herzesm_enschinnen gedacht, die dort nun sind und mit denen ich dieses Projekt hier habe.

Ich wusste es wird ein Beitrag folgen. Und ich wusste er könnte schmerzhaft werden. Ich wollte was sagen, wollte Wünsche formulieren, wollte mich und euch und uns vor eventuellen Schmerzen schützen.

Ich hab nichts gesagt. Warum ,muss ich für mich selbst noch klar kriegen.

Ich bin aber auch nicht für den vorherigen Post verantworlich und möchte mich hier davon distanzieren.

Wir haben uns Blogintern zu spät aber besser spät als nie über die qht unterhalten. Meine Kolleg_innen sind in eine der tyischen weißen Fettnäpfchen getappt und ich hoffe sehr, dass sie angemessen mit den Konsequenzen umgehen.

Bevor dieser Blog online ging hatten wir eine Unterhaltung. Mir, als muslim Woman of Color war eine Positionierung unsererseits wichtig. Auf unterschiedlichen Gründen wurde sich dagegen entschieden. Teil dieser Gründe sind sicherlich mangelnde awareness und gelebte Selbstverständlichkeit von meinen weißen Mitschreiber_innen.

Der letzte Beitrag hat mir Bauchweh bereitet und ich will das so nicht stehen lassen. Dankbar bin ich für die Person, die diesen Beitrag verfasst hat, der es wirklich gut trifft.

Ja.

Dies Situationn kenne ich. Weiße Freund_innen, die sich selbst als kritisch erleben, mit denen ich gut sprechen kann ……die aber dann direkt ins Gesicht hauen. Zwar mit schönen, gewählten, kritischen Worten…aber seien wir ehrlich: der Schmerz hallt dadurch nich weniger nach.

Ich weiß, dass die Vermutung,dass ich eventuell nicht ganz d’accord mit dem Beitrag bin präsent war. Dennoch schien es wichtigere Gründe FÜR die Veröffentlichung gegeben zu haben.

Ich war heute 9 Stunden in meinen unterbezahlten Job, hab mich mit Alltagskram geärgert und wollte heute abend eigentlich nur meine Ruhe….wollte mich einer kleinen Schwärmerei für eine Person hingeben und einfach abschalten.

Nein.

Weil da doch mal wieder die eignene Positionierung nicht klar überdacht und artikuliert wurde, muss ich nun meine Ressourcen und meinen Feierabend damit verbringen meine Wut zu kanalisieren und hier ein Statement hinklatschen, das halbwegs verständlich ist damit ich dann gleich schlafen gehen kann.

Ein bisschen erinnert mich das an diese FEMEN Sache…das hat mich auch schon hart genervt. Erwähnt hatte ich es mal.

Für uns (in dem Blogprojekt) steht klar, wir haben da jetzt noch n einige Dinge zu klären und werden diese auch hier bald klar formulieren.

Klar ist auch, dass vieles in dem Artikel gut und wichtig ist und da jetzt einfach klare transparente Handlungen folgen müssen.

Ich will euch nicht decouragieren. Im Gegenteil. Jetzt gehts erst richtig los. Macht weiter, fordert die Umsetzung der geübten Kritik. Lasst nicht locker. Aber seid wachsam. Achtet auf euren Tanzbereich.

Ich zieh mich erstmal wieder zurück.

Meine Solidarität mit den Schwestern_Brüdern bleibt.

Di Hia

P.S.:

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One Comment on “Re:Gender-Liste, Mutvilla, Queere Hochschultage”

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