_nicht die Ursache für deine Gewalt | _mein eigenes Schlachtfeld | _mir lieb | _mein Werkzeug | _meine Spielwiese | _ _ _

Tausche schwache Blase gegen Regelschmerzen…#nicht

Es ist 3h20, ich wache auf, weil meine Blase droht zu platzen. Ich muss drinkend pinkel. SOFORT. Aber meine Beine sind schwer und ich hab das Gefühl das Klo ist unerreichbar weit weg.

Hilft nicht. Aufstehen und pinkeln.

Ahhhhhhhhhhhhhhhh.

Das geht jetzt schon seit Tagen verzeihung Nächten so.

Als ich vor fünf Wochen den ersten Schwangerschaftstest gemacht hab, dachte ich es sei ein schlechter Scherz. Der 2., 3., 4. und der 5. Test ließen mir das Lachen vergehen und ich fiel ziemlich hart und total verwirrt auf den Boden der Mutterschaftstatsachen.

Schwanger. Ich. Hab ich nicht noch vor einigen Wochen ziemlich gegen das ganze gewettert? Da hätt ich mal meinen Mund nicht so weit aufreißen sollen……

So ganz hab ich mich immer noch nicht von dem Schrecken erholt. Aber so richtig Raum zum durchatmen hab ich auch nicht. Mir ist seit Wochen den ganzen Tag über so schlecht, dass ich nicht klar denken kann.

Ich schlafe unruhig und habe unheimlich Schiss. Das wächst mir alles über den Kopf.

Mein 1. Besuch beim Arzt verlief auch nicht gerade so wie ich mir das vorgestellt habe:

ist das Ihre 1. Schwangerschaft?

äh also bin ich echt schwanger?

haben Sie meine Frage nicht verstanden?

Äh (Tränen fangen an zu kullern) also ich, also bin ich schwanger?

Mein Gott, verstehen Sie einfache Fragen nicht? Klar sind Sie schwanger. Jetzt tun Sie mal nicht so, als sei das ein Wunder.

Äh. Doch, für mich ist das eins.

Ach kommen Sie, Sie Menschen werden seit eh und je schwanger, das ist jetzt nicht so mega spektakulär.

Ich bin so schrecklich überfordert. Wenn das Würmchen mich mal einige Stunden in Ruhe lässt, werde ich nervös und Sorge mich, dass es ihr_ihm nicht gut geht. Wenn Würmchen meinen Kreislauf durcheinander bringt, frage ich mich, ob das je aufhört. Es fühlt sich ungefähr so an, als tanze es in meinem Baum zu einer Mischung aus Drum n# Base und Lounge Musik

Ich habe keinen Hunger, will nichts essen. Und wenn doch, dann nur so unerreichbares Zeug.

Also letzte Woche zum Beispiel:

Ich sitze auf dem Sofa, den ganzen Tag nur n bisschen Haferbrei und Apfel runter bekommen und auf einmal…da werd ich richtig kribbelig weil ich unbedingt Pommes von Mc Donald’s essen will. Und zwar nicht nur so, sondern im Disneyland Paris. Ich bin fast ausgerastet. Ich hab diese Gelüste nicht aus meinem Kopf bekommen und würde richtig pissig, weil ich wusste: never gonna happen.

Der nächste Mc Donald’s ist ca. 1 Flugstunde von mir entfernt und in meiner Verfassung quasi unerreichbar. Der werdende andere Elternteil hat dann versucht mich mit Bratkartoffeln halbwegs zufrieden zu stellen. Auswegslos.

Ich lese mich durch Foren, versuche anderen Eltern Tipps zu entlocken und hab mich noch nie so verwirrt gefühlt wie gerade.

Das Kind nicht zu bekommen habe ich auch überlegt. Die Lebensumstände in die das Würmchen geboren wird, schienen mir eher so semiwundertoll. Aber dann, dann hab ich mir gedacht:

Die Welt braucht doch noch mehr tolle Menschen – warum soll Würmchen nicht dazu gehören.

So sehr die Selbstzweifel auch an mir nagen, das Kind werd ich jetzt schaukeln.

Ich muss mir jetzt nur klar werden, welche Erwartungen da jetzt von außen an mich getragen werden und welche Erwartungen ich an mich selber habe. Ich muss jetzt lernen, vor allem darauf zu hören, was ich selber möchte und was zu meiner Lebensrealität passt.

Damit der Status des Kindes rechtlich klar ist, waren wir zum Beispiel gezwungen, zu heiraten. Obwohl wir das beide eigentlich nicht wollten. Nur ohne Trauschein…..da wäre Würmchen unehelich und das ist in unserem momentanen Lebensmittelpunkt Algerien leider ziemlich scheiße. Und für einen eventuellen Umzug nach Deutschland, da bräuchten wir auch einen Trauschein, denn der Familiennachzug gestaltet sich nicht so leicht. So finden wir uns jetzt schon in einem Lebensalltag, der alle andere als locker flockig ohne so eine doofe Hochzeit laufen kann :-/

Mit der Heirat habe ich nach alg. Recht nicht gerade den Jackpot gezogen. Aber immerhin KONNTE ich überhaupt heiraten. Viele Menschen haben ja nicht mal die Möglichkeit, sich diese soziale und rechtliche Sicherheit anzueignen, weil sie z.b  illegalisiert sind oder ihre Transidentität im Ehe- und Familienrecht nicht mitgedacht wurde. Die können auch nicht so einfach schwupp die wupp heiraten und alles ist Friede Freude Schokoingwernusskuchen.

Wie ich nun mit den an mich getragenen Mutterschaftserwartungen umgehe……

Also das weiß ich noch nicht genau. Das wird wohl ein Spagat zwischen minimaler Selbstbestimmung und nörgeliger Angepasstheit an deutsch-algerische Familienbilder.

Schön ist, dass ich diese Reise nicht alleine machen muss. Bisher freuen sich alle werdenden Großeltern und andere wichtige Menschen der Wahlfamilie.  Und ich lese fleißig hier und hier über alles was jetzt so neu sein wird.

Wobei ich mir schon auch ein bisschen denke, dass Schokolade vielleicht eine gute Alternative zu Bettgeflüster ist…


Mutter(un)Glück

Als vor einigen Wochen mein monogames hetero-bald-wollen- wir- Kinder- Kartenhaus ziemlich plötzlich und für mich unerwartet zusammen fiel, hatte ich gefühlt zwei Möglichkeiten:

Schnell ein neues Kartenhaus bauen, mit einem Bauleiter, der besser zu mir paßt – oder mir die Bauzeichungen selbst mal anschauen, mit den Architekten (ohne innen) und Bauzeichner*innen reden und am Ende selbst meine Entwürfe zeichnen. Ich entschied mich für Möglichkeit Nummer zwei. Mit dem Risiko, das Haus gegen eine Wohnung einzutauschen und auf eigene Kinder (vorerst) zu verzichten und auch, um eventuell fest zustellen, dass ich eigentlich gar nicht an ein Leben als Frau _von oder Tochter _von oder eben Mutter _von interessiert bin und außerdem viel lieber eine Bauleiterin als einen Bauleiter an meiner Seite haben möchte und ab und zu auch einfach mal Wohnungen wechseln ganz aufregend finde.

Jetzt bin ich schon einige Wochen auf meiner eigenen neuen Großbaustelle. Ich muß immer noch viel Schutt beseitigen und habe staubige Wimpern und rissige Hände. An manchen Tagen frage ich mich, warum ich eigentlich immer so schmerzhaft aus meiner Comfort Zone rauspresche und mich nicht einfach wie alle anderen auch (sic!) mit dem zufrieden geben kann, was die Biologie aka das Patriarchat für uns vorgesehen hat.  Es ist wohl immer mal wieder nötig zu erwähnen, das Aktivismus und Herrschaftskritik kein Hobby sind, sondern notwendiger Alltag für Menschen, die negativ von –ismen betroffen sind.

Also damit wir uns verstehen: das schmerzt grad alles ziemlich, dieses Hinterfragen und Dekonstruieren und Feststellen, dass das und das und das irgentwie nicht grad zu passen scheint. Für mich. Heute. Was morgen ist, weiß ich nicht. Und alle möglichen Bauleiter*innen geben mir liebevoll zu verstehen, „Da mußt du jetzt alleine durch.“ Muß ich auch. Will ich auch.

Ich will mich bewußt für das Leben entscheiden, das ich vorhabe zu leben. Und dafür brauch ich Klarheit. Klarheit was die Menschen meinen, wenn sie mich fragen:

Und, wann ist es bei dir/euch soweit?, Du wärst sicher eine tolle Mama

oder best one:

Ach wart mal ab, du hast nur noch nicht den Richtigen (sic!) gefunden.

Fremdbestimmung go fuck yourself!

Worüber wollte ich noch mal schreiben? Ach ja über Mutterschaft.

(Und Anna Schwelle fragt: Di Hia wo ist eigentlich deine Wut? Du bist doch wütend, oder?)

hier hatte ich schon ne menge geschrieben. das lösche ich jetzt.

Ja, ich bin wütend. Ich bin verdammt wütend und möchte hier und da einige Rahmen_bedingungen und Fertig_bauhäuser zerstören und laut schreien:

Dass ich mich gerade so einsam und verlassen fühle, ist teil eures scheiß plans! Ihr (you know who you are) wollt, dass frauen sich so unsicher und falsch fühlen! Damit wir am ende doch in die knie gehen vor haus und hof und kind und mann. Patriarchat, du miese kleine Scheißhausfliege! ich dachte die ganze zeit, dass is hier so voll das individuelle ding – ey aber ne! das betrifft nicht nur mich, sondern meine grübelei ist ergebnis eurer gewollten asymmetrie in dieser welt! fick das! und ich bin nicht in dieser situation weil ich Di Hia bin, sondern weil ich eine frau bin. und solche momente teil der lebensrealität von frauen sind.

Es gehört zu meiner Lebensrealität als Frau, dass ich mir früher oder später gedanken über kinder kriegen mache. und es gehört auch dazu, dass sich gott und die welt ebenfalls dazu äußert.

welcher mann muss sich denn bitte so über vaterschaft gedanken machen, wie wir frauen über mutterschaft? alta! mutterschaft und der wunsch nach autonomie und individualität….in einer gesellschaft wo eben hinter jeder ecke eine neue abhängigkeit, fremdbestimmung und andere scheiße lauern. welcher vater muss sich ernsthaft gedanken über seine berufliche karriere und die vereinbarkeit mit der vaterrolle machen? Vaterschaft als Institution existiert doch nicht einmal!

I wonder why…..

Boah.

schreibblockade. oder schrei_blockade?

denkblockade.

teil des spiels.

zurück zum start.

karten neu mischen.

ey und trotzdem: immer wieder hab ich solche momente, in denen ich mir nichts sehnlicher wünsche als so eine bilderbuchfamilie. als ob mein glück davon abhängen würde. aber ich hab das noch so drin.  mein leben hat nur wert, wenn ich dieses bilderbuchleben kriege.

nein.

denn

  1. ich bin mir selbst am wichtigsten. meine beziehung und liebe zu mir zählt mehr als alles andere.
  2. beziehungen sind wichtig und schön. wie diese beziehungen sein sollen, bestimmen nur die involvierten personen.
  3. ich bin die hauptdarstellerin in meinem film. it’s all about me. not about you. ihr habt neben _rollen in meinem film und ich in eurem. und das ist ok. wir sind unsere eigenen hauptfigur, der rest ist deko.

Je intensiver ich mich auf dieser Baustelle aufhalte, desto stärker werden meine feministischen Kritiken und ich empfinde es als notwendig bestimmte Antworten auf meine Fragen einzufordern.

Bei meiner Recherche zum Thema Mutterschaft stoße ich auf diesen Blogeintrag und dieses Zitat hallt seit Tagen in meinem Kopf:

pregnancy does not belong to the woman herself

Genau, denke ich mir. Mutterschaft ist keine Privatsache, sonder pure Politik und lese weiter:

Die Schwangerschaft gehöre nicht der Frau selbst, weil sie nur als passive Hülle für den Fetus objektiviert werde und weil die Medizin die Schwangerschaft allein als Prozess konzipiere, der latent pathologisch sei und deswegen mit technischen Instrumenten überwacht werden müsse. Auf diese Weise werde die Frau von ihrem Körper entfremdet und ihr Empfinden abgewertet.

Mutterschaft ist ein Konstrukt, das unter hegemonialen Gesellschaftsverhältnissen propagiert wird und ich frage mich wie einzelne Mütter sich etwas Privatsphäre in diese fremdbestimmte Rolle bringen können. Ich denke an meine wunderbaren Freundinnen, die Mütter sind (eine davon bloggt schönerweiseweise auch seit kurzem). Ich frage mich, wie ihr das schafft mit dieser internalisierten Rolle umzugehen ohne durchzudrehen. As far as I can tell, macht ihr das toll. Aber was weiß ich schon, wie der Alltag für euch, besonders die Alleinerziehenden aussieht. Ich weiß nicht wie das für euch ist, wenn ihr von Menschen beurteilt werden, die sich für die Mutterpolizei halten. Ich weiß nicht mal, ob ich selbst zu euch manchmal so bin, als würdet ihr “nur”noch aus der Mutterschaft bestehen. (Was soll das denn überhaupt sein, “nur” noch Mutterschaft…) Denn neben Mutterschaft gibt es eben noch so viel anderes was euren Alltag bestimmt.  Genauso stell ich mir das vor, als Mutter muss ich immer klar haben, dass meine Handlungen von der ganzen Gesellschaft beobachtet und beurteilt werden……

Wie schaffe ich die Gratwanderung zwischen sein und Mutter sein? Ich kann mich dafür entscheiden, dass es mir egal ist, was Menschen von mir denken aber welche Auswirkungen hat das auf mein Kind?

Die Fragen stellt sich sicherlich nicht nur die Autorin von me, myself & child.

Mutterschaft wirkt auf mich momentan aber alles andere als erfreulich, sondern eher bedrohlich. Ich bin wohl auch nicht die einzige, die sich Fragen zu dem Thema stellt. Wie ich u.a. hier und hier lese.

Und bei meinen Gedanken zur praktischen Umsetzung Familie vs. Beruf stoße ich hier  auf folgendes Problem:

Gäbe es da nicht dieses konservative “Ideal” der Gestaltung der Mutter-Kind-Beziehung, das permanent an mich herangetragen wird. Es kommt ungefähr so daher: nach einer “natürlichen” (=vaginalen) Geburt, wird das Kind solange gestillt (und getragen) wie das Kind (und der Mann und das restliche Umfeld) das möchte. Mama (und bitte nur Mama) bleibt zumindest bis zum dritten Lebensjahr des Kindes “zuhause” (=erwerbsarbeitet nicht). Wenn es das Einkommen des “Alleinverdieners” ermöglicht, gerne auch länger. Abweichungen von diesem Ideal müssen entweder mit Not entschuldigt (“Ich muss arbeiten, wir können uns das sonst nicht leisten”) oder permanent gerechtfertigt werden.

Eine andere Bloggerin spricht die ungleichbehandlung bei der kinderbetreuung an:

In vielen traditionellen Familienkonstellationen (Vater, Mutter, Kind) ist es der Mann, der einer (ganztags) Erwerbsarbeit nachgeht. Ihm steht entsprechend einer konservativen Auffassung von Arbeit auch Erholung zu. Der Grundirrtum liegt dabei in der Definition von Arbeit, die in den Köpfen vieler nach wie vor die unbezahlte Reproduktionsarbeit nicht miteinschließt.

Uff. Also noch mal: so verlockend klingt Mutterschaft grad nicht. es macht mir angst. aber ich kann die angst nicht richtig filtern. habe ich vielleicht auch angst, nicht die person zu finden, die mutterschaft mit mir doch zu einem tollen traumhaus zaubert? kann ich es schaffen, mir selbst diese person zu sein?

ich glaube einfach….da liegt einiges im argen. und ich glaube, dass unsere frauen- und mutterfeindlichen strukturen und umgangsformen die luft ziemlich verpesten.

und ich kann euch versichern, dass wenn sich nicht einiges ändert, werden wir in nicht all zu langer zeit many angry women haben, die das patriarchat unschön zu grunde richten werden. mich inklusive.

Und ich frage mich ja, ob mutterschaft und feminismus zusammen passen. nein, als feministin solle ich mich wohl eher fragen: warum sollte diese wahl einer frau NICHT ins feministische konzept passen?

Melanies Gedanken dazu finde ich auch spannend:

Drei Punkte, die ich für eine feministische Mutterschaft wichtig finde:
1. Sich kein X für ein U vormachen lassen!

2. Naivität kann sich keine leisten.

3. Statt das eine Muttermodell über das andere zu stellen, gemeinsam gegen die politischen und gesellschaftlichen Zustände stellen.

Eine Freundin von mir hat mir auch klar ihre Meinung zum Thema Mutterschaft gesagt:

  • Familienstrukturen und -bände sind Orte von (sexualisierter-) Gewalt gegen Frauen, diese Orte müssen eingegrenzt werden und re_produktion ungleicher Machtverhältnisse gehören bekämpft

  • Die Entscheidung gegen eine Mutterschaft ist eine Art des Widerstand, der als notwendig und konsequent gegen frauenfeindliche Strukturen verstanden werden kann.

  • feministische Mutterschaft kann nicht existieren.

  • In einem misogynen Unterdrückungssystem ist die Entscheidung zur Mutterschaft niemals wirklich freiwillig.

Puh. Und jetzt?

Ist eine verweigerte Mutterschaft am Ende doch der beste widerstand? Sollte ich das Thema Mutterschaft vielleicht einfach abhaken und auf dem Bauplan das Kinderzimmer in eine Bibliothek verwandeln?

Ich finde Kinder wirklich toll. Mein Herz wird warm und aufgeregt wenn ich Kinder um mich habe. Wo kommen diese Gefühle her? Hab ich diese ganze Frau sein = Mutter sein Rolle so sehr internalisiert, dass meine Gefühle mir etwas kommunizieren, was ich vielleicht doch gar nicht will?

Welche überlebensstrategie tut mir gut? Welchen Lebensentwurf möchte ich?

Wenn ich Kinder so klasse finde, könnte ich doch in einem Berufsfeld arbeiten, wo ich sie um mich habe? Ist Mutterschaft der einzige Weg? Die Rolle der Tante klingt nach dem ganzen Lesen eigentlich auch verlockend. Und so lange ich so tolle Kids wie Ms. T. z.b um mich haben kann, ist eh alles gut.

Unsere Entscheidungen sind politisch und werden dem entsprechend hart beurteilt. mutterschaft ist ein thema über dass sich die ganze welt auslässt, weil es uns frauen betrifft. weil frauen und ihre körper als ob unser frau sein und unsere körper voneinander unabhängig wären…also noch mal: weil frauen allgemeingut und thema sind. weil mit uns die welt steht oder kippt. weil unsere entscheidungen top oder flopp bedeuten. stellt euch bitte mal die energie vor, die wir frauen ins leben rufen können, wenn wir uns dieser ganzen scheiße (Fremdbestimmung) verweigern würden! seriously!

Eben Spinat-Dattel Smoothie machen. Puh. Einatmen.

Ich werde wohl heute nicht zur ganzen Antwort kommen. Ich weiß auch nicht genau, was mich gerade so auf die palme bringt: mutterschaft oder die tatsache, dass mein leben gerade von verliebt zu verlobt zu sitzen gelassen gesprungen ist.

Eine Mischung?

Nach dem lesen der ganzen bestehenden Gedanken zur Mutterschaft wünsche ich mir, dass ich es schaffe allen Müttern um mich meine Solidarität zu kommunizieren. Meine Bewunderung und meine Solidarität dafür, dass sie sich für diese Rolle entschieden haben und damit eine Reihe von Verletzungen und Asymmetrien im Alltag in kauf nehmen. Alle virtuellen Daumen und auch die echten gehen hoch für euch, dass ihr euch für ein Leben mit Kindern entschieden habt.

Ebenso gehen alle Daumen hoch an diejenigen unter euch, die sich gegen eine Mutterschaft entschieden haben oder entscheiden mussten. Auch euch spreche ich meinen vollen Support aus!

Und auch die Frauen, die sich nach der Geburt für eine Adoptionsfreigabe entscheiden oder im laufe der Mutterschaft merken, dass diese Rolle ihnen nicht passt.

Was ich schön fände, wäre ein Austausch über nicht_ Mutterschaft. Unter Frauen, versteht sich.

Was brauchen wir, um selbstbewusst mehrere Rollen miteinander zu vereinen?

Noch mal Helm auf und ab auf die Baustelle. Ich merke, da gibts noch einiges zu tun. Schon n krasses Projekt was ich mir da ausgesucht hab. I was pretty fine before I heard about feminism, u know?! Ich glaub ich zieh mich jetzt etwas zurück. Ich hab unbebautes Land, einen Garten zu bepflanzen und außerdem bin ich ziemlich gut im Luftschlößer bauen.

Ich vermute, dass ich das Konzept von Highheels hassen und sie dennoch mein Leben lang tragen kann. Und ich kann das Konzept der Mutterschaft in frage stellen und trotzdem mutter werden.

remember: don’t hate the player – hate the game!

und in patriarchalen strukturen sind wir frauen eher die player und sollten uns nie gegenseitig dissen.

ich hoffe das wird hier klar: ich kritisiere nicht eure wahl, ich kritisiere ein konzept.

von Di Hia